Kein Fotoblog ist auch keine Lösung

In meinen zeitweise fast zehn unterschiedlichen Fotografie-Blogs (eins für Lowcolor C41, eins für Schwarzweiß, eins über theoretische Aspekte der Analogfotografie, diverse digitale, …) habe ich mich ja irgendwann selbst nicht mehr zurechtgefunden. Deshalb habe ich seit ca. 2014 überhaupt keins mehr bespielt und Bilder nur noch hier reingestellt, wo sie gar nicht so gut zur Geltung kommen. Aber auch wenn ich längst nicht mehr so exzessiv knipse wie noch vor zehn Jahren: Ganz ohne Fotoblog ist es auch blöd. (Bei flickr war es damals auch schöner, das zählt also nur halb.)

Und so habe ich neulich Silberpixel abgestaubt und mit einer neuen Funktion versehen. Zunächst einmal führt es zwei vormalige WordPress-Blogs mit analoger und eins mit digitaler Fotografie als Archiv zusammen; ihr findet dort in aktuell 30 Einträgen insgesamt rund 560 Fotos aus den Jahren 2009 bis 2014, kapitelweise auch als Slideshows durchzublättern. Und ab der zweiten Aprilhälfte wird es dort in klassischer Fotoblog-Manier weitergehen: Es gibt also je nach Aufkommen maximal ein groß präsentiertes Foto pro Tag, wobei ich mich nicht mehr auf digital oder analog festlegen werde; entscheidend ist nur, dass ich es vorzeigbar finde.

Viel Vergnügen!
silberpixel_april2018b

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2017 war ein überdurchschnittliches Jahr

Zumindest bezogen auf meine Schreib-Frequenz in diesem Blog:
Artikel pro Jahr 2005 bis 2017
Dies ist der 99. Artikel in diesem Jahr und zugleich der 1162. insgesamt unter dieser Webadresse veröffentlichte, was einem Jahresschnitt von rund 89 entspricht.
Diese Statistik ist insofern ein bisschen verfälscht, als ich von 2005 bis 2009 mit unterschiedlichen Blogplattformen experimentiert habe und beim Löschen des nicht mehr Gebrauchten damals nicht zimperlich war. Die hier noch gespiegelten Texte aus den ersten fünf Jahren sind also nur ein kleiner Teil dessen, was ich tatsächlich mal veröffentlicht habe.

Dass ich 2017 so schreibwütig war, finde ich selbst einigermaßen überraschend; bevor ich die Zahlen ins Spreadsheet eingetippt hatte, war ich davon ausgegangen, zwar mehr als im Vorjahr, aber doch insgesamt deutlich weniger als in den Peak-Jahren am Anfang des Jahrzehnts verfasst zu haben. Noch fleißiger als ich beim Schreiben wart 2017 übrigens ihr beim Kommentieren; vielen Dank dafür!

Und was kommt jetzt?

Im Moment würde ich zwar drauf tippen, dass ich in 2018 verstärkt mein handwerkliches Themenspektrum nebenan beackern werde, statt mich weiter an den Schattenseiten der Digitalisierung abzuarbeiten. Zu letzteren kann man ohnehin kaum was Originelles mehr schreiben, weil ja die meisten Neuentwicklungen im Großbereich Internet allzu offensichtlich zu überhaupt nichts gut sind (außer vielleicht dafür, ihre Benutzer zu Sklaven nicht demokratisch legitimierter Machtstrukturen zu machen – was vielleicht doch noch mal ein Thema wäre, aber nicht hier und jetzt).

Andererseits kenne ich mich ja und weiß, dass ich da unten in der Werkstatt gern mal so in Flow komme, dass ich wochenlang komplett vergesse, dass es dieses Internet gibt und dass man da auch was reinschreiben kann – und das ist ja schon sehr kurz vor dem Idealzustand schlechthin, nämlich das Leben wieder komplett unvernetzt zu führen … Kurzum: zum weiteren Verlauf der oben abgebildeten Kurve mal lieber noch keine Prognose :-)

Drei Monate zu Fuß über die Alpen

Klingt wie ein Traum? Es muss einer gewesen sein, einmal komplett längs des Alpenkamms von Maribor bis nach Monaco zu wandern … Ich habe das leider nicht gemacht, aber der Hamburger Rundfunk­journalist Jörg Wunram. Über dieses Aben­teuer hat er ein Buch geschrieben, erzählt aus der Perspek­tive seines neugierigen Rucksacks. Nach diesem heißt das Buch „Der blaue Tiger“, und ich hatte das große Vergnügen, es als Lektor und Gestalter in vielen Phasen seiner Entstehung zu begleiten.

Ich bin also nicht ganz unvor­eingenommen, kann euch die Lektüre aber dennoch besten Gewissens ans Herz legen. Weil es eine wirklich feine Geschichte ist – sehr persönlich und lebendig geschrieben, besonders die zahl­reichen Begeg­nungen mit faszi­nierenden Menschen sind mit viel Liebe geschildert. Aber seid gewarnt: Man möchte hinterher sofort die Wander­stiefel anziehen und selbst loslaufen …

Jörg hat sich dafür entschieden, das Buch selbst zu vertreiben, in einigen Tagen soll die erste Auflage geliefert werden. Der blaue Tiger hat 252 faden­geheftete Seiten in festem Einband und ist direkt beim Autor für 19,40 Euro plus Versand zu bestellen. Noch besser bekommt man es bei einer Lesung: Damit geht es im Juli in Hamburg los, im September ist Jörg im Alpenraum auf Lese­reise. Mehr Infor­mationen dazu gibt’s im Blog auf der Website des Autors.

Wieder einen Schritt weiter

Wahrscheinlich wird auf den ersten Blick nicht deutlich, wieso dieses in jeder tech­nischen Hinsicht fehler­hafte Bild für mich einen Meilen­stein darstellt:
Es ist nämlich meine erste als solche erkenn­bare Foto­radierung (also ein Tief­druck auf Basis eines ana­logen Schwarz­weiß­fotos), und die habe ich nach gar nicht mal allzu vielen Fehl­versuchen mit meinen Werkstatt-und Dunkelkammer-Bordmitteln hinbe­kommen. Klick aufs Bild erklärt die Details.

Was soll das?

Ich hatte bisher angenommen, dass diese Website keine Bedienungs­anleitung benötigt, aber das war ein Irrtum. Also: Beiträge, die in die Kategorie Nebensache einsortiert sind, verstehen sich als Humor, Satire, manchmal überspitzt, nicht immer bierernst zu nehmen. Meine Sorte Humor, okay – vermutlich nicht massen­kompatibel. Aber wem es nicht gefällt, der kann ja weiterblättern.

Unangebracht ist es hingegen, bei Missfallen in der Kommentar­spalte rumzumeckern und dabei eine E-Mail-Adresse anzugeben, die nur mit Autoresponder à la Ihre Nachricht wird weder gelesen noch weiter­geleitet antwortet, wenn ich mir schon die Mühe mache, höflich individuell zu reagieren. Das ist meine knappe Arbeitszeit, mit der ihr da so verschwenderisch umgeht, liebe Trolle!* Jeder kann mal schlechte Laune haben, aber lasst die doch bitte nicht an unbeteiligten Dritten aus. Danke.

*Auch die reine Kommentar­moderation ohne anschließende Korrespondenz ist Arbeit. Sieht hier nach nicht viel aus – was aber daran liegt, dass das allermeiste von vornherein nicht zur Veröffentlichung kommt.