Das Wort zum Samstag

… war eine kleine spontane Fingerübung, nachdem ich das Prachtwetter (grauweiß wie ein ungefärbtes Osterei) zum Justieren des Bostontiegels genutzt hatte. Handsatz aus der 16p Legende:

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Und im Übrigen bleibt – als weiteres Produkt des Nachmittags in der Werkstatt – festzuhalten:

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Kein Kommentar zur Tagespolitik, …

… sondern nur meine erste Handpressen-Postkarte 2018:
Handpressen-Postkarte Gegenwind
(Aber jucken tut’s mich schon, was drüber zu schreiben, wie glücklich ich bin, bald einen Bundesheimatminister zu haben: Endlich jemand, der sich um all die Probleme kümmert, die wir seit den Erfolgen der AfD vermeintlich haben – oder, um es im aktuellen Polit-Jargon zu sagen: ein sachgrundloser Minister …)

Apple Mail im Lektoratseinsatz

Gerade passiert:

Ursprungstextabschnitt aus einer zuvor versendeten Mail:
rekonstruieren), würde der

derselbe Textabschnitt aus derselben Mail, aber per Weiterleitung versendet:
rekonstruieren), würde r

Da ich zwar lange, bereits redigierte Mails beim Weiter­leiten nicht erneut korrektur­lese, mir aber ziemlich sicher bin, dass mir ein einzelner Buchstabe in einem Textblock ins Auge springen würde, muss das Zerhacken erst beim Versand passiert sein. Dem Versand an eine poten­zielle Lektorats-Kundin, versteht sich … herzlichen Dank, Apple, habt ihr super gemacht. (Falls jemand auf die Idee kommt: Alle Sprach-Funktionen mit Auto sind bei mir natürlich ausgeschaltet, das muss reine, unkontrol­lierbare Eigen­mäch­tigkeit sein.)

Digital ist toll, haben sie uns gesagt. Alles exakt reproduzierbar, haben sie gesagt. Himmel, wenn man sich nicht mal mehr darauf verlassen kann, dann fällt mir bald überhaupt kein Grund mehr ein, mich noch mit diesen [PIEP] Geräten rumzuärgern.

Drei Monate zu Fuß über die Alpen

Klingt wie ein Traum? Es muss einer gewesen sein, einmal komplett längs des Alpenkamms von Maribor bis nach Monaco zu wandern … Ich habe das leider nicht gemacht, aber der Hamburger Rundfunk­journalist Jörg Wunram. Über dieses Aben­teuer hat er ein Buch geschrieben, erzählt aus der Perspek­tive seines neugierigen Rucksacks. Nach diesem heißt das Buch „Der blaue Tiger“, und ich hatte das große Vergnügen, es als Lektor und Gestalter in vielen Phasen seiner Entstehung zu begleiten.

Ich bin also nicht ganz unvor­eingenommen, kann euch die Lektüre aber dennoch besten Gewissens ans Herz legen. Weil es eine wirklich feine Geschichte ist – sehr persönlich und lebendig geschrieben, besonders die zahl­reichen Begeg­nungen mit faszi­nierenden Menschen sind mit viel Liebe geschildert. Aber seid gewarnt: Man möchte hinterher sofort die Wander­stiefel anziehen und selbst loslaufen …

Jörg hat sich dafür entschieden, das Buch selbst zu vertreiben, in einigen Tagen soll die erste Auflage geliefert werden. Der blaue Tiger hat 252 faden­geheftete Seiten in festem Einband und ist direkt beim Autor für 19,40 Euro plus Versand zu bestellen. Noch besser bekommt man es bei einer Lesung: Damit geht es im Juli in Hamburg los, im September ist Jörg im Alpenraum auf Lese­reise. Mehr Infor­mationen dazu gibt’s im Blog auf der Website des Autors.

Wieder einen Schritt weiter

Wahrscheinlich wird auf den ersten Blick nicht deutlich, wieso dieses in jeder tech­nischen Hinsicht fehler­hafte Bild für mich einen Meilen­stein darstellt:
Es ist nämlich meine erste als solche erkenn­bare Foto­radierung (also ein Tief­druck auf Basis eines ana­logen Schwarz­weiß­fotos), und die habe ich nach gar nicht mal allzu vielen Fehl­versuchen mit meinen Werkstatt-und Dunkelkammer-Bordmitteln hinbe­kommen. Klick aufs Bild erklärt die Details.