Diese Saison

Wurde ja auch Zeit:

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Fast schon wieder zu warm, kaum dass der Schnee weg ist – aber hilft ja nix, das Rad will bewegt sein … Und da hab ich nun extra wieder ein Fotoblog, aber da sehen Hoch­formate nicht so richtig gut aus :-)

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Höchstwahr­scheinlich ja

Eine kurze Unterbrechung der aktuellen Sendepause, um aus dem Archiv eine Frage hervorzukramen, die ich mir 2012 erstmals laut gestellt habe und die mir schon damals rhetorisch vorkam:

Wäre es möglich, dass Leute, die sich aus idealistischen Motiven für Freiheit im Netz engagieren, bloß nützliche Idioten sind, Handlanger wider Willen für Menschen und Institutionen, die skrupellos genug sind, beim Stichwort Freiheit nur an die Abwesenheit von Begrenzungen für ihre Bereicherung auf Kosten Dritter zu denken?

Kein Fotoblog ist auch keine Lösung

In meinen zeitweise fast zehn unterschiedlichen Fotografie-Blogs (eins für Lowcolor C41, eins für Schwarzweiß, eins über theoretische Aspekte der Analogfotografie, diverse digitale, …) habe ich mich ja irgendwann selbst nicht mehr zurechtgefunden. Deshalb habe ich seit ca. 2014 überhaupt keins mehr bespielt und Bilder nur noch hier reingestellt, wo sie gar nicht so gut zur Geltung kommen. Aber auch wenn ich längst nicht mehr so exzessiv knipse wie noch vor zehn Jahren: Ganz ohne Fotoblog ist es auch blöd. (Bei flickr war es damals auch schöner, das zählt also nur halb.)

Und so habe ich neulich Silberpixel abgestaubt und mit einer neuen Funktion versehen. Zunächst einmal führt es zwei vormalige WordPress-Blogs mit analoger und eins mit digitaler Fotografie als Archiv zusammen; ihr findet dort in aktuell 30 Einträgen insgesamt rund 560 Fotos aus den Jahren 2009 bis 2014, kapitelweise auch als Slideshows durchzublättern. Und ab der zweiten Aprilhälfte wird es dort in klassischer Fotoblog-Manier weitergehen: Es gibt also je nach Aufkommen maximal ein groß präsentiertes Foto pro Tag, wobei ich mich nicht mehr auf digital oder analog festlegen werde; entscheidend ist nur, dass ich es vorzeigbar finde.

Viel Vergnügen!
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Geschäftsmodell: Auf Fehler des Kunden warten

Einem Familienmitglied, das etwas höheren Mobilfunk-Bedarf hat als ich, ist gerade beim Jonglieren mit den Datenoptionen ein Missgeschick passiert: Das Prepaid-Guthaben war erst aufgeladen worden, nachdem die letzte Monats-Flatrate ausgelaufen war. Die neue Option war vermeintlich wieder bestellt, aber die SMS zur Bestätigung noch nicht eingetroffen. Trotzdem wurde emsig gesurft, und so war das Guthaben – das für knapp fünf Monats-Flatrates gereicht hätte – innerhalb eines Tages komplett aufgebraucht.

Ganz klar ein Fehler seitens des Kunden, einerseits – unter Lehrgeld zu verbuchen. Andererseits kann man sich da schon mal fragen, warum es in solchen Fällen keine rechtzeitigen automatisierten Warn-Hinweise gibt: „Sie haben gerade den Gegenwert zweier Monats-Flatrates binnen weniger Stunden verbraucht – möchten Sie nicht lieber eine Option buchen?“ Aber mit Sitte und Anstand lassen sich in diesem Sektor offensichtlich schlecht Geschäfte machen …

Denn solches Gebaren passt ins Gesamtbild und ist nicht auf diesen einen Anbieter beschränkt. Ich selbst z.B. bin vor Jahren mal zu einem anderen Provider gegangen, weil der vorige sich geweigert hat, von selbst Rechnungen zu erstellen – die musste man monatsweise einzeln beantragen. Beim neuen hatte ich dann zuerst einen Vertragstarif, in dem es zwei SIM-Karten gab. Die zweite brauchte ich irgendwann nicht mehr (und das viele Inklusiv-Internet auch nicht), weshalb ich gekündigt und beim selben Anbieter einen kleineren Vertrag bestellt habe. Danach habe ich mich gewundert, dass die Monatsrechnung noch höher ausfiel: was daran lag, dass man mir – ohne dass das irgendwo vermerkt worden wäre – nun eine zweite SIM als kostenpflichtige Zusatzoption untergejubelt hatte. Und das lief auch nach meiner Stornierung schamlos weiter, bis ich beide alten SIMs deaktiviert und eine einzelne neue – natürlich gegen obszöne Gebühr – freigeschaltet hatte.

Das ist ein ziemlich cleveres Geschäftsmodell, schätzungsweise auf halber Strecke der Brechtschen Kriminalitätsskala zwischen Überfallen einer Bank und Gründen einer Bank; denn jeder einzelne Betrag, der in den dunkelgrauen Randzonen des geltenden Rechts abgebucht wird, ist niedrig genug, dass man sicher sein kann: Der solcherart Geschädigte wird sich nicht die Mühe machen, die Sache zu eskalieren und womöglich einen Anwalt aufzusuchen. Und nicht einmal mit Boykott und Anbieterwechsel muss man rechnen, da der Kunde die empirisch gestützte Ahnung hegt: Überall sonst geht es genauso unanständig zu.