Wasser

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Ein Bächlein im Naturschutzgebiet Hahnheide, dank starkem Graufilter ca. 40 Sekunden bei fast offener Blende belichtet.

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Wollen sollen

In einer Reklame-E-Mail schreibt mir heute meine Bank:

mal eben am Strand eine Überweisung tätigen oder auf Reisen den Kontostand checken – Banking findet statt, wann Sie es wollen.

Na klar, wer kennt das nicht? Der Felsen, auf dem du sitzt, ist noch warm von der Hitze des Tages, Seele und nackte Füße baumeln in der Abendluft, am Horizont zieht ein einsames Segelboot vorbei – und du wünschst dir nichts sehnlicher, als genau jetzt den einen oder anderen Dauerauftrag einrichten zu können …

***

Faszinierend ist das schon: Solche Angebote gäbe es ja nicht ohne entsprechende Nachfrage, also muss es genug Menschen geben, denen es wichtig ist, sich in möglichst jeder Lebenslage mit Banking (und verwandten kultischen Verrichtungen zum höheren Ruhme des Heiligen Mammon) befassen zu können. Ich fände ja die Frage viel interessanter, wie es mir auch zukünftig gelingt, dass Banking nur dann stattfindet, wenn ich es will – also beispielsweise ohne unerbetene Anrufe und E-Mails in größeren Stückzahlen.

Aber ich fürchte, es geht bei alledem weniger darum, was ich will, als darum, was ich wollen soll.

Naturnahe Stadtplanung

Ich gehöre sicher nicht zu den Leuten, die Bäumen ein Herz und Gefühle zusprechen; aber die Exemplare, die alibihalber alle paar Meter in eine ansonsten vollsynthetische Umgebung wie die Hamburger Hafencity einbetoniert werden (links zum Beispiel vor den neuen Büros von Greenpeace), die tun mir trotzdem ein bisschen leid …

Die Rache des Wanderschattens

Erwäge ernsthaft Umfirmierung in Fachmagazin für bizarre Effekte auf Rollfilmnegativen:201803_MF66_HablaDistagon_HafencityAbend_04
Was bitteschön ist das da rechts? Hat etwa zum größeren Teil der ca. zehnsekündigen Belichtung ein Käfer auf der Frontlinse gesessen, der dann langsam weggekrabbelt ist?

Abgeschwächt wiederholt sich der Effekt auf zwei oder drei anderen Negativen – die Welt ist voller Rätsel …

Und hier ist noch was ganz anderes von derselben Rolle, nämlich ein versehentlich extrem unterbelichtetes Negativ, das ich als RGB gescannt und alle noch enthaltenen Informationen pauschal extrem verstärkt habe – ein neuer Kandidat für die Abteilung Accidental Art:

Appe Ecke

oder Neues vom Fehlerteufelchen …
Immer wenn du denkst, mittlerweile müsstest du jeden Blödsinn einmal gemacht haben, holste plötzlich so etwas aus der Entwicklungsdose:
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Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wieso diesem Rollfilm an zwei weit auseinander liegenden Stellen die Bildschicht abhanden gekommen ist. Es war mein ganz normaler Standentwicklungs-Prozess, mit dem einzigen Unterschied, dass durch ein Versehen das Netzmittel ein paar Minuten länger drin war als üblich – aber das ist ja auch keine scharfe Säure.

Jedenfalls ein bisschen schade um das Opfer, das ich für dieses Bild gebracht habe (reichlich Schnee im Jackenkragen) … oh, und ein paar andere Bilder von dieser Rolle gibt es, vor allem aus Speicherplatzgründen, bei flickr zu sehen – das nur als Hinweis für Feed-Leser, bei denen vermutlich die Randspalte mit den flickr-Bildern nicht auftaucht.

Exit Rotdrossel

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Wenn so viel Schnee liegt wie momentan, dann erweitern wir das gastronomische Angebot der Piepskantine traditionell um etwas Obst. Ebenso traditionell besuchen uns dann (aber nur dann) außer den Standardamseln auch zwei Wacholderdrosseln – und in diesem Jahr erstmals auch zwei Rotdrosseln. Die habe ich natürlich gleich vors Tele zu bekommen versucht; leider sind sie mindestens so fotoscheu wie unsere Zaunkönige :-)