Neues von der Ausfleckretusche

Vor Jahren habe ich hier mal beschrieben, wie man mit Ebenen- und Masken­technik die Ausfleck­retusche gescannter Negative beschleu­nigen kann. Mittlerweile bin ich beim 5×7-Zoll-Filmformat angekommen, und auf mehr als 220 Quadrat­zentimeter passen viele Fussel, man freut sich also über jeden zusätz­lichen Trick. Hier ist ein schöner:

Bei der ursprüng­lichen Methode habe ich mit dem Pinsel überall da grob weiß in eine schwarze Maske gemalt, wo die mit dem Staub­filter behan­delte Ebene sichtbar werden soll. Diese manuelle Malerei lässt sich auch in gewissem Umfang auto­matisieren, wenn das Bild­bearbeitungs­programm einen Filter „Kanten finden“ hat: Denn dieser Filter findet auch die Kanten von Fusseln und Kratzern.

Ausgangspunkt ist dieses Plattenkamera-Motiv, zwar nicht sehr scharf (kein Wunder bei 15 Minuten Belichtung an einem windigen Abend), aber für mein Empfinden stimmungs­voll:

Leider ist es auch ziemlich flusig und zerkratzt (so richtig gut sind die antiken Holzkassetten nicht mehr). Hier dupliziere ich die Grund­ebene gleich zwei Mal. Die eine wird mit dem Staub- und Kratzer­filter behandelt und gleich wieder ausge­blendet, auf die andere wende ich den Filter „Kanten finden“ an. Das sieht dann so aus:

Man erkennt schon, worauf es hinaus­läuft … Damit diese Ebene als Maske funktioniert, muss man sie noch invertieren, etwas weichzeichnen und die Kontraste erhöhen, etwa so:

Nun lade ich den RGB-Kanal dieser Ebene als Auswahl, blende die Ebene selbst aus, die staub­gefilterte Ebene wieder ein und lade die aktive Auswahl als Maske. Schon viel besser in den kritischen Bereichen:

An einigen Stellen kann oder muss ich jetzt noch mit dem Pinsel nach­arbeiten, aber die Haupt­arbeit der Masken-Malerei ist damit bereits erledigt.

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3 Kommentare zu „Neues von der Ausfleckretusche“

  1. funktioniert das auch in bunt? ich hab da ja dias aus den 1950ern- da wäre die fusselentfernung eine echte option!

  2. Im Prinzip geht das auch in Farbe. Dann würde ich die Auswahl für die Maske aber nicht aus dem RGB-Mischkanal machen, sondern wahrscheinlich aus dem kontrastreichsten der Einzelkanäle.

    Und ich fand es immer wichtig, je nach Motiv und Auflösung beim Staub-und-Kratzer-Filter die Einstellungen für Radius und Schwellwert zu variieren, da können kleine Änderungen schon viel (Schärfe) kaputtmachen.

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