Von Abstand und Antrieb

Es war grade mal eine Woche, und allzu weit weg war ich auch nicht. Doch es ist erstaunlich, wie viel Abstand zu all dem Blödsinn der jüngsten Zeit ich gewinnen konnte. Ganz allein auf 2000 Metern über Null, fließend kalt Wasser vor der Hütte, ohne vorheriges Holzhacken kein Kaffee – und es hat nichts gefehlt. Vor allem nicht die Segnungen der modernen Telekommunikation:

Einmal mehr konnte ich feststellen, dass Internet und Co. für mich lediglich Notlösungen sind, nette Spielereien in Zeiten, da das Notwendige keinen Raum für das Wesentliche lässt. Und dass mein Engagement gegen die aktuellen Zensurbestrebungen nicht meinen eigenen Bedürfnissen entspringt – wenn mir das Netz nicht mehr gefällt, bestelle ich DSL ab und werde nicht wirklich was vermissen. Mein primärer Antrieb ist, glaube ich, väterliches Verantwortungsgefühl: Ich möchte nicht, dass meine Kinder in einer unter Sicherheitsvorwänden bis zur Erstickung reglementierten Gesellschaft leben müssen.

Der Trend hin zur Realisierung orwellscher Dystopien ist zwar deutlich, aber – so hoffe ich – nicht unumkehrbar, und da meine Jugend ganz wesentlich von Freiheiten jeglicher Art geprägt wurde, weiß ich, was für die Lütten auf dem Spiel steht. Und das ist Antrieb genug.

ex Juni 2009, http://cwoehrl.de/?q=node/605

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