Ich möchte nicht in einem Überwachungsstaat leben.

Und deshalb beunruhigt es mich sehr, dass meine Regierung, siehe einmal mehr die Diskussion zur Online-Durchsuchung, keine Hemmungen hat, den Fundamenten des Rechtsstaats mit schwerem Gerät zu Leibe zu rücken.
Schon wer meine Kommunikationsdaten auf Vorrat speichert, gibt damit zu verstehen, dass er den Grundsatz der Unschuldsvermutung ignoriert. Und so geht es weiter, die durchaus ja nicht unbegründete Angst vor Terrorismus dazu ausnutzend, ein Rechtsstaatsprinzip nach dem anderen zu unterlaufen. Angst aber macht unfrei, Angst als Triebfeder der Politik führt die Souveränität des Staates ad absurdum.
Niemand bei klarem Verstand wird von seinem Staat eine Garantie absoluter Sicherheit erwarten; und wenn die Angstzerfressenheit meines mich unter Generalverdacht stellenden Staates wiederum eine Atmosphäre von Angst und Misstrauen unter seinen Bürgern erzeugt, so ist das ein verdammt hoher Preis für ein Minimum theoretischen Sicherheitsgewinns.
(Ja, ich habe heute die Nachrichten gelesen. Nein, das ändert nichts an der Sachlage.)

ex September 2007, http://wort-und-satz.de/system-cgi/blog/index.php?itemid=548

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