Bei aller Liebe (2)

Ich hatte euch neulich von meinem Ärger mit einem kleinen Elektronikdingens berichtet. Nachdem im ersten Durchgang nur das Gerät selbst ohne den Akku getauscht wurde, die Probleme danach aber dieselben blieben, wurde nach dem vierten mindestens halbstündigen Schlangestehen also der Akku zum Austausch eingesandt. Vereinbart war, dass das Ersatzteil diesmal zu mir nach Hause geschickt würde; das war vor drei Wochen. Seither geschah: nichts.

Wenn dieser Laden (es handelt sich um eine große Hamburger Filiale eines großen deutschen Telekommunikationsunternehmens) eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse hätte (aber gut, in dieser Branche ist die Annahme absurd – mein Fehler), hätte ich ja früher schon nachgehakt. Heute nun hatte ich mal wieder LustZeit zum halbstündigen Schlangestehen und frug also vor Ort, was denn aus der Lieferung geworden sei. Tja, die sei am 23.6. als unzustellbar zurückgekommen. Aha, und da hätte man nicht mal eine der beiden Telefonnummern bemühen können, die ich auf dem Auftrag hinterlassen habe? Nö, ich sei ja kein Vertragskunde. (Vermutlich ist die Erkenntnis, dass jeder Stammkunde mal als Laufkunde angefangen hat, in diesem Laden streng geheimes Herrschaftswissen des Filialleiters.) Soso, und nur sicherheitshalber: An welche Adresse hat man denn geschickt? Ach so, 22955 Hamburg

Richtig, das Fachpersonal hat damals nur meine PLZ erfragt – und dann vermutlich aus Gewohnheit “Hamburg” ergänzt. Aber wer kommt denn schon auf die Idee, dass das in der Datenbank nicht automatisch korrigiert wird? Man sollte annehmen, ein so trivialer Fehler sei anno 2011 ausgeschlossen. Aber ausgeschlossen ist offensichtlich nur, dass mal irgendwas auf Anhieb funktioniert :(

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